Veröffentlichungsdatum: 01.04.2025 07:22 / Welt Nachrichten

Ostasien reagiert auf US-Zölle

Ostasien reagiert auf US-Zölle

China, Japan und Südkorea haben sich Berichten zufolge darauf geeinigt, gemeinsam auf die bevorstehenden Zölle von US-Präsident Donald Trump zu reagieren. Diese Entscheidung wurde laut einem Social-Media-Post des chinesischen Staatssenders CCTV am Montag nach einem Treffen der Handels- und Wirtschaftsminister der drei Länder in Seoul bekannt gegeben.

Während des Treffens einigten sich die drei asiatischen Wirtschaftsmächte darauf, ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen und eine gemeinsame Strategie gegen die Auswirkungen der US-Zölle zu entwickeln. Das trilaterale Abkommen umfasst auch die Stärkung von Handelsstrukturen, die Verbesserung von Exportkontrollmechanismen und eine engere regionale Integration in Lieferketten.

Ein zentraler Punkt war die Zusammenarbeit im Halbleitersektor. Japan und Südkorea bekundeten Interesse am Import von Halbleitermaterialien aus China, während die chinesische Delegation Bereitschaft zeigte, Chips aus Japan und Südkorea zu kaufen. Diese wechselseitige Bereitschaft deutet auf eine wachsende Synergie in einem strategisch wichtigen Industriezweig hin.

Wenn bestätigt, könnte das Abkommen eine bedeutende wirtschaftliche Verschiebung in Ostasien einleiten und die Handelsdynamik angesichts der sich wandelnden US-Handelspolitik unter Präsident Trump neu ausrichten. Gleichzeitig zeigt es die zunehmenden Sorgen über Protektionismus und den Wunsch nach regionaler Selbstständigkeit unter asiatischen Wirtschaftsnationen.

Die Zusammenarbeit erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Trump-Regierung neue Zölle auf ausländische Importe vorbereitet. Die Entscheidung der drei Länder, gemeinsam zu reagieren, deutet auf eine strategische Annäherung hin, die die Abhängigkeit von US-zentrierten Wirtschaftssystemen verringern und die regionale Handelsresilienz erhöhen könnte.

Diese gestärkte Partnerschaft stellt einen bedeutenden Schritt zur Umgestaltung der wirtschaftlichen Landschaft der Region dar. Experten gehen davon aus, dass diese Entwicklung globale Lieferketten beeinflussen und neue Überlegungen für internationale Unternehmen mit sich bringen könnte.