Veröffentlichungsdatum: 01.04.2025 10:51 / Welt Nachrichten

UK und USA machen Fortschritte bei Handelsgesprächen

UK und USA machen Fortschritte bei Handelsgesprächen

Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte am Dienstag, dass die Handelsgespräche zwischen dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten „weit fortgeschritten“ seien. In einem Interview beschrieb Starmer die USA als „unser engster Verbündeter“ und betonte, dass die laufenden Gespräche in rasantem Tempo in Richtung eines Wirtschaftsabkommens voranschreiten.

„Ich denke nicht, dass jemand Zölle sehen will. Wir arbeiten hart an einem Wirtschaftsabkommen, bei dem wir schnelle Fortschritte gemacht haben, und ich hoffe, dass wir bald zu einer zügigen Lösung kommen“, sagte Starmer gegenüber der Sky-News-Politikredakteurin Beth Rigby. Er machte deutlich, dass das Ziel ein für beide Seiten vorteilhaftes Abkommen sei – nicht eine Eskalation der Spannungen.

Obwohl er nicht bestätigte, ob das Vereinigte Königreich als Reaktion auf die US-Handelsmaßnahmen Vergeltungszölle verhängen würde, blieb Starmer entschlossen und besonnen. „Niemand will einen Handelskrieg. Aber ich muss im nationalen Interesse handeln, und das bedeutet, dass alle Optionen auf dem Tisch bleiben müssen“, sagte er und ließ mögliche Reaktionen offen.

Der Premierminister fügte hinzu, dass seine Regierung derzeit mit den von den US-Zöllen am stärksten betroffenen Branchen im Gespräch sei. Er betonte, dass die überwiegende Botschaft aus diesen Sektoren der Wunsch nach Stabilität sei. „Was sie am meisten wollen, ist eine ruhige und überlegte Reaktion – keine Kurzschlussreaktion“, stellte er klar.

Starmers Äußerungen zeigen, dass das Vereinigte Königreich eine heikle Balance zwischen der Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA und dem Schutz der heimischen Interessen anstrebt. Die Möglichkeit von Zöllen hat sowohl bei Wirtschaftsführern als auch bei politischen Entscheidungsträgern auf beiden Seiten des Atlantiks Besorgnis ausgelöst.

Der Fortschritt in den Handelsverhandlungen signalisiert die gemeinsame Absicht, eine Eskalation zu verhindern und stattdessen die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Beobachter erwarten, dass beide Länder in den kommenden Wochen weiterhin die Diplomatie in den Vordergrund stellen, um Bedingungen zu finalisieren, die gemeinsame Werte und strategische Ausrichtung widerspiegeln.

Mit hohen Einsätzen und einem aufmerksamen Blick der Industrie könnte das Ergebnis dieser Gespräche die nächste Phase der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen prägen. Starmers Äußerungen deuten auf einen kalkulierten, diplomatischen Ansatz hin, bei dem langfristige Gewinne Vorrang vor kurzfristigen politischen Gesten haben.