
Macron kündigt starke Reaktion auf Zölle an
Der französische Präsident Emmanuel Macron kritisierte am Donnerstag scharf die von US-Präsident Donald Trump verhängten reziproken Zölle und warnte davor, dass diese Maßnahmen „massive Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft“ haben werden. Nach einem Krisentreffen mit Vertretern betroffener Branchen bezeichnete Macron die US-Zölle als „brutal und unbegründet“ sowie als „Schock für den internationalen Handel“.
„Handelsdefizite kann man nicht durch die Einführung von Zöllen korrigieren“, argumentierte Macron und äußerte Bedenken, dass asiatische Exporteure ihre Waren vom US-Markt auf den europäischen Markt umleiten könnten, was den Wettbewerbsdruck innerhalb der EU verstärken würde.
Als Reaktion auf den eskalierenden Handelsstreit kündigte Macron eine robuste, zweiphasige Vergeltungsstrategie Frankreichs an. Die erste Phase, die Mitte April beginnen soll, richtet sich gegen die US-Zölle auf Stahl und Aluminium. Die zweite Phase, die andere Sektoren betrifft, ist für Ende des Monats geplant.
Zudem rief Macron französische Unternehmen auf, ihre Investitionen in den USA vorübergehend zu pausieren, was eine deutlich entschlossenere Haltung seitens Paris signalisiert. „Unsere Reaktion wird massiver sein als die vorherige“, sagte er in Anspielung auf frühere Reaktionen der EU auf die US-Handelspolitik.
Macron forderte zudem die europäischen Staaten zu mehr Einigkeit auf. „Europa muss geschlossen und entschlossen bleiben“, betonte er und schlug vor, dass ein gemeinsames Vorgehen die Möglichkeit biete, die US-Zölle „abzubauen“ und das Gleichgewicht im transatlantischen Handel wiederherzustellen.
Diese Aussagen spiegeln die zunehmenden Spannungen zwischen zwei bedeutenden globalen Wirtschaftsmächten wider. Mit Frankreich an der Spitze eines aggressiveren Gegenkurses und dem Aufruf zur europäischen Solidarität könnten sich die diplomatischen und wirtschaftlichen Konsequenzen des US-EU-Handelskonflikts in den kommenden Wochen verschärfen.
Während die Welt auf Europas Reaktion wartet, markiert Macrons Ankündigung eine entscheidende Wendung – eine, die das nächste Kapitel der globalen Handelsverhandlungen bestimmen könnte.